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Hallo zusammen!

Ich stand bis vor kurzem vor der Qual der Wahl. Fest stand: das Auto muss tiefer. Ebenso stand fest, dass ich ein Gewindefahrwerk haben wollte, weshalb ich im Folgenden auch den Schwerpunkt auf diese setzen werde. Die Auswahl ist riesengroß, von 150 bis 3000 Euronen alles dabei. Ich möchte ein paar Leuten hier die Suche etwas erleichtern, denn bei mir hat sie annähernd zwei Jahre gedauert!

1. Worauf sollte man besonders achten?

Korrosionsschutz ist das Stichwort. Mir nützt das beste Gewindefahrwerk nichts, wenn es nach dem ersten Winter gammelt und sich nicht mehr verstellen lässt, denn genau aus diesem Grund kaufe ich ein GEWINDEfahrwerk. Legt man darauf keinen großen Wert, sollte man sich überlegen, ob es nicht auch ein Sportfahrwerk ohne Höhenverstellung tut. Fakt ist eins: ein anständiges Sportfahrwerk ist oft nicht teurer als ein Billiggewindefahrwerk. Das Fahrwerk ist ein Sicherheitsrelevantes Bauteil, behaltet dies immer im Hinterkopf! Bevor ihr euch ein Gewindefahrwerk für 150€ kauft: lasst es, spart noch ein wenig länger, es wird sich lohnen. Denn mit dem besagten Billigkram werdet ihr auf lange Sicht nicht glücklich.

 

2. Aber ein DTSline ist doch ein AP und das ist wiederum ein KW?!

Kurz gesagt: NEIN! Fangen wir mal etwas weiter zurück an. Jeder, der schon einmal recherchiert hat in Bezug auf Fahrwerke, dem ist sicher aufgefallen, dass Informationen wie in der Überschrift häufig in diversen Foren kursieren. Ich beziehe mich jetzt ausschließlich auf Gewindefahrwerke. Vor etlichen Jahren gab es eine Kooperation des Herstellers AP mit KW. Es gingen Bilder herum, von aufgeschnittenen AP-Fahrwerken, die irgendwelche KW-Aufkleber bzw. Brandings oder ähnliches hatten. Seit Jahren existiert diese Kooperation jedoch nicht mehr. Ihr bekommt also für 500€ und ein paar zerquetschte bei AP KEIN KW Variante 1! Lasst euch nicht an der Nase herumführen wenn jemand behauptet, sein DTSline Fahrwerk für 250€ sei ein KW-Variante 1. Machen wir uns nichts vor, ein Variante 1 kostet über 1000€. Wer glaubt, das für ein Viertel zu bekommen.....

Auch DTSline und AP kooperieren nicht mehr miteinander. Trotz alle dem sagt meine persönliche Erfahrung, dass AP echt vernünftige Fahrwerke zum fairen Preis anbietet. Dieses aber baugleich bei DTS zu bekommen, ist ein scheinbar noch sehr verbreiteter Irrglaube.

An dieser Stelle möchte ich auf den Hersteller ST suspensions aufmerksam machen, denn dieser kooperiert offiziell mit KW. Die Fahrwerke sind komplett baugleich mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass bei den KW-Fahrwerken das Federbein aus Edelstahl ist, während es bei ST verzinkt ist. 

 

3. Gewindefahrwerk? Sportfahrwerk? Oder doch nur Federn?

Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Ich denke, für eine geringe Tieferlegung (30 mm) genügen Federn, sofern die Dämpfer nicht gerade 200.000 km und mehr gesehen haben. Legt man keinen großen Wert darauf, dass man das Fahrzeug nach Belieben hoch- und runterschrauben kann, ist ein Sportfahrwerk eine super Alternative. Ich kann wieder nur an die Vernunft appellieren: Ihr bekommt für 150€ kein gescheites Gewindefahrwerk. Diese beginnen irgendwo bei 500€. Ein anständiges Sportfahrwerk bekommt man allerdings ab 300€. Ob die Höhenverstellung 200€ Aufpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, dass ihr mit einem Sportfahrwerk besser bedient seid als mit einem billigen Gewindefahrwerk, was sich preislich nicht viel nehmen sollte.

 

4. meine Empfehlungen / persönliche Meinung

Zum Schluss möchte ich noch meine ganz subjektive Meinung äußern. Wie schon erwähnt dauerte meine Suche etwa zwei Jahre an und meine Entscheidung fiel auf ein Vogtland Gewindefahrwerk, welches ich ohne schlechtes Gewissen jedem nur wärmstens als Herz legen kann. Straffe Kurvenlage und gleichzeitig ein sanftes Dahingleiten auf gerader Straße. Es ist sehr sportlich, jedoch überhaupt nicht zu hart. Dies sagt euch eine Frau mit Rückenproblemen, meinen empfindlichen Bandscheiben gefällt das Fahrwerk ebenso gut wie mir. Restkomfort ist also ausreichend vorhanden. Zu KW kann ich nur sagen, dass mir die neuen nicht mehr zu 100% gefallen. Da ziehe ich mein Vogtland vor, welches wohlgemerkt die Hälfte kostet. Es ist feuerverzinkt und der Lack wirkt hochwertig. Allgemein macht das Fahrwerk einen sehr sauber verarbeiteten Eindruck, was mir persönlich wichtig ist. Sollte jemand Fragen haben in Bezug auf mein Fahrwerk, kann er diese gerne stellen!

 

Schlusswort:

Lasst euch nicht vergackeiern. Denkt stets darüber nach was ihr lest und glaubt nicht einfach alles. Schreibt mir gerne eure Meinung zu dem Thema. Ich hoffe, ich konnte einigen, die auf der Suche nach dem passenden Fahrwerk sind, etwas helfen. Fragen können liebend gerne bestellt werden,

Gruß

Maria

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schöner Beitrag:)

Das hält vielleicht den ein oder anderen davon ab, irgendeinen ebay-Schrott zu verbauen. 

Ich stelle immer wieder fest,  dass gerade jüngere Fahrer gerne tieferlegen. Natürlich sieht es schick aus, jedoch sollte sich auch jeder über die Nachteile

im klaren sein. Das hast du auch angesprochen. 

Was ich noch hinzufügen möchte ist , dass durch das Absenken des Schwerpunkts höhere Kurvengeschwindigkeiten möglich sind, da man häufig den Sturz noch ein (kleines) bisschen verändert.  

Das Fahrzeug verhält sich nun im Grenzfall etwas anders/ zickiger.

Und wenn nun Fahranfänger ihr neues setup testen und ausreizen kann das auch mal in die Hose bzw in den Graben gehen. 

Zudem kommt dass der veränderte Schwerpunkt andere Belastungen zur Folge hat. Kräfte auf Karosserie und Lager ändern sich in Betrag und Richtung. Erhöhter Verschleiß ist oft die Folge.

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Hey :)

ich schreibe einfach mal hier drunter da ich nen paar fragen hab :D

ich bekomme nächste woche mein neues auto. wollte die saison erstmal mit den Serien Felgen+Reifen und Fahrwerk fahren aber dann zum nächsten Sommer wollte ich nachdenken nen Neues Fahrwerk + schicke sommer Alus aber die Alus sind nen anderes Thema hier gehts ums Fahrwerk ^^. Ist es zu empfehlen so früh nen Fahrwerk zu wechseln zwecks geährleistung undso ? oder sollte ich die erstmal abwarten ?

LG

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Also ich persönlich würde entweder gleich ein neues verbauen (dann bekommt man noch ein paar euronen für das alte) oder aber erst wenn die ersten Teile im Fahrwerksbereich ihren Geist aufgeben, sprich wenn die Federn brechen und Dämpfer allmählich in die Knie gehen. Dann ist es keine extra Arbeit.  

Wenn du aber die Kohle hast steht es dir komplett frei:)

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vor 17 Minuten schrieb Zhirirap:

Hey :)

ich schreibe einfach mal hier drunter da ich nen paar fragen hab :D

ich bekomme nächste woche mein neues auto. wollte die saison erstmal mit den Serien Felgen+Reifen und Fahrwerk fahren aber dann zum nächsten Sommer wollte ich nachdenken nen Neues Fahrwerk + schicke sommer Alus aber die Alus sind nen anderes Thema hier gehts ums Fahrwerk ^^. Ist es zu empfehlen so früh nen Fahrwerk zu wechseln zwecks geährleistung undso ? oder sollte ich die erstmal abwarten ?

LG

Auf das Fahrwerk und diverse Anbauteile bekommst du in dem Fall keine Gewährleistung sollte dort nach der Tieferlegung ein Defekt vorliegen. Ich würde das einfach mal mit dem Händler klären, wo da genau Abstriche gemacht werden wenn du Veränderungen am Fahrzeug vornimmst. Wenn er sich querstellt und sagt, dass dann jegliche Form der Gewährleistung erlischt (weiß nicht wie da die Rechtslage aussieht), würde ich je nach wert des Autos eher abwarten.

 

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vor 2 Stunden schrieb BMWdriver:

schöner Beitrag:)

Das hält vielleicht den ein oder anderen davon ab, irgendeinen ebay-Schrott zu verbauen. 

Ich stelle immer wieder fest,  dass gerade jüngere Fahrer gerne tieferlegen. Natürlich sieht es schick aus, jedoch sollte sich auch jeder über die Nachteile

im klaren sein. Das hast du auch angesprochen. 

Was ich noch hinzufügen möchte ist , dass durch das Absenken des Schwerpunkts höhere Kurvengeschwindigkeiten möglich sind, da man häufig den Sturz noch ein (kleines) bisschen verändert.  

Das Fahrzeug verhält sich nun im Grenzfall etwas anders/ zickiger.

Und wenn nun Fahranfänger ihr neues setup testen und ausreizen kann das auch mal in die Hose bzw in den Graben gehen. 

Zudem kommt dass der veränderte Schwerpunkt andere Belastungen zur Folge hat. Kräfte auf Karosserie und Lager ändern sich in Betrag und Richtung. Erhöhter Verschleiß ist oft die Folge.

Die Nachteile sind natürlich nicht zu verachten. Neben dem von dir angesprochenen hohen Verschleiß darf man nicht vergessen, wie schnell einen das auch mal ne Stoßstange oder ne Ölwanne kosten kann ?

Vorteile überwiegen aber meiner Meinung nach. Bessere Kurvenlage durch tieferen Schwerpunkt, bessere Luftströmung: es strömt mehr Luft über das Auto als unter das Auto, was dafür sorgt, dass der Wagen auf die Straße gedrückt wird. Resultat sind geringerer Kraftstoffverbrauch, bessere Traktion und allgemein eine stabilere Straßenlage. Eine Tieferlegung wirkt sich auch positiv auf die dynamische Achslastverteilung aus, Stichwort Bremsweg! Dieser wird nämlich kürzer, aber nur mit einem vernünftigen Fahrwerk!

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Respekt. Von einer dynamischen Achslastverteilung weis auch nicht jeder etwas:)

nice to know: durch ein kleines Verhältnis von h (Schwerpunkthöhe) zu l (Radstand) wird die Kraftschlussbeanspruchung an der Vorderachse vergrößert. Das heißt es kann eine größere Bremskraft übertragen werden was den Bremsweg verkürzt. 

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Zunächst würde mich mal interessieren womit ihr so euer Geld verdient. Die Dynamische Achslastverteilung ist jetzt nichts worüber man mal in der Auto Bild liest :).

Warum ein tieferes Fahrzeug für eine "stabilere" Straßenlage sorgt ist ja die Reduzierung der Nick- und Wankbewegungen. Beim Bremsen oder Kurvenfahren ändert sich die Achslast von hinten nach vorne bzw. von links nach rechts. Wird das Fahrzeug beim Bremsen hinten beispielsweise leichter und Vorne schwerer. Je mehr Achslast, desto mehr Kraft kann an dieser Achse übertragen werden. Je leichter die Achse, desto weniger Kraft (logisch oder :) )? Das Problem ist nun folgendes: wird das Fahrzeug vorne um 50% schwerer, steigt die Übertragbare Bremskraft nicht auch automatisch um 50% an. Die übertragbare Kraft steigt mit zunehmender Achslast nur degressiv an. Die Hinterachse verhält sich hierbei umgekehrt. Hierbei wird hinten mehr Kraft verloren als vorne gewonnen wird. In Summe kann im Vergleich zur statischen Achslast also weniger Bremskraft übertragen werden. Genauso verhält es sich auch beim Kurvenfahren und dem Wankverhalten des Fahrzeugs. Je weniger das Fahrzeug wankt, desto mehr Querkraft kann übertragen werden.

Um nochmal aufs eigentliche Thema zu kommen: Ich finde, es gibt wenige Fahrwerke die von der Performance an die Sportfahrwerke der Fahrzeughersteller kommen (S-line, M-Paket...wie sie nicht alle heißen). Optisch könnte hier natürlich nachgebessert werden was die Fahrzeughöhe angeht :) . Was für ein Test- und Abstimmungsaufwand von den Fahrzeugherstellern im Bereich Fahrwerk angeht, da kann ein 500€ E-Bay Fahrwerk sicher nicht mithalten. Da muss man schon auf KW oder Bilstein zb. zurückgreifen. Abgesehen davon ist "tiefer" und "härter" nicht immer gleich besser. Mit einem knallharten Fahrwerk verliert man auf schlechter Fahrbahn schon schnell mal an Traktion bzw. Fahrbahnkontakt. Das "originale" Sportfahrwerk das man ab Werk im Fahrzeug haben kann, ist hier einfach ausgeglichener. Ein Gewindefahrwerk würde ich mir hier dann eigentlich nur aus rein optischen Gründen einbauen. Und dann aber was hochwertiges! Das Fahrwerk ist neben den Reifen haupt-verantwortlich für für das Fahrverhalten und hier spart man meiner Meinung nicht!!

Sollte jemand weitere Fragen oder auch allgemein technische Fragen zum Fahrzeug haben darf er sich gerne bei mir melden. Ich kenne mich da ein bisschen aus, damit verdiene ich mein Geld ;) .

Gruß und schönen Abend,

Matthias

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vor 16 Minuten schrieb Mr.Prosciutto:

Zunächst würde mich mal interessieren womit ihr so euer Geld verdient. Die Dynamische Achslastverteilung ist jetzt nichts worüber man mal in der Auto Bild liest :).

Warum ein tieferes Fahrzeug für eine "stabilere" Straßenlage sorgt ist ja die Reduzierung der Nick- und Wankbewegungen. Beim Bremsen oder Kurvenfahren ändert sich die Achslast von hinten nach vorne bzw. von links nach rechts. Wird das Fahrzeug beim Bremsen hinten beispielsweise leichter und Vorne schwerer. Je mehr Achslast, desto mehr Kraft kann an dieser Achse übertragen werden. Je leichter die Achse, desto weniger Kraft (logisch oder :) )? Das Problem ist nun folgendes: wird das Fahrzeug vorne um 50% schwerer, steigt die Übertragbare Bremskraft nicht auch automatisch um 50% an. Die übertragbare Kraft steigt mit zunehmender Achslast nur degressiv an. Die Hinterachse verhält sich hierbei umgekehrt. Hierbei wird hinten mehr Kraft verloren als vorne gewonnen wird. In Summe kann im Vergleich zur statischen Achslast also weniger Bremskraft übertragen werden. Genauso verhält es sich auch beim Kurvenfahren und dem Wankverhalten des Fahrzeugs. Je weniger das Fahrzeug wankt, desto mehr Querkraft kann übertragen werden.

Um nochmal aufs eigentliche Thema zu kommen: Ich finde, es gibt wenige Fahrwerke die von der Performance an die Sportfahrwerke der Fahrzeughersteller kommen (S-line, M-Paket...wie sie nicht alle heißen). Optisch könnte hier natürlich nachgebessert werden was die Fahrzeughöhe angeht :) . Was für ein Test- und Abstimmungsaufwand von den Fahrzeugherstellern im Bereich Fahrwerk angeht, da kann ein 500€ E-Bay Fahrwerk sicher nicht mithalten. Da muss man schon auf KW oder Bilstein zb. zurückgreifen. Abgesehen davon ist "tiefer" und "härter" nicht immer gleich besser. Mit einem knallharten Fahrwerk verliert man auf schlechter Fahrbahn schon schnell mal an Traktion bzw. Fahrbahnkontakt. Das "originale" Sportfahrwerk das man ab Werk im Fahrzeug haben kann, ist hier einfach ausgeglichener. Ein Gewindefahrwerk würde ich mir hier dann eigentlich nur aus rein optischen Gründen einbauen. Und dann aber was hochwertiges! Das Fahrwerk ist neben den Reifen haupt-verantwortlich für für das Fahrverhalten und hier spart man meiner Meinung nicht!!

Sollte jemand weitere Fragen oder auch allgemein technische Fragen zum Fahrzeug haben darf er sich gerne bei mir melden. Ich kenne mich da ein bisschen aus, damit verdiene ich mein Geld ;) .

Gruß und schönen Abend,

Matthias

Gründsätzlich behauptete hier niemand, dass ein härteres Fahrwerk besser ist. Wir sind ja hier nicht im Club der 18-jährigen eBay-Tuner (obwohl ich nicht wesentlich älter bin). Darf ich fragen, was genau du meinst mit "damit verdiene ich mein Geld"? Sind Fahrwerke dein Spezialgebiet? Ich verdiene mein Geld in der Werkstatt als Kfz-Mechatronikerin in spe. 

Leider heißt auch teurer nicht zwingend besser, denn wie schon erwähnt, halte ich von den aktuell erhältlichen KW-Fahrwerken nicht besonders viel, vor allem in Relation zu dem Preis. Das ist jedoch wie bei so vielen Sachen im Leben am Ende Geschmackssache. Fakt ist, dass ein zu weiches Fahrwerk sich auf den Bremsweg auch nicht gerade positiv auswirkt, da die Hinterachse, die zwar weniger bremst aber doch nicht zu verachten ist, so weiter ausgehoben wird. Hier gilt es, einen gesunden Mittelwert zu finden.  

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vor 39 Minuten schrieb mariacuja_:

Gründsätzlich behauptete hier niemand, dass ein härteres Fahrwerk besser ist. Wir sind ja hier nicht im Club der 18-jährigen eBay-Tuner (obwohl ich nicht wesentlich älter bin). Darf ich fragen, was genau du meinst mit "damit verdiene ich mein Geld"? Sind Fahrwerke dein Spezialgebiet? Ich verdiene mein Geld in der Werkstatt als Kfz-Mechatronikerin in spe. 

Leider heißt auch teurer nicht zwingend besser, denn wie schon erwähnt, halte ich von den aktuell erhältlichen KW-Fahrwerken nicht besonders viel, vor allem in Relation zu dem Preis. Das ist jedoch wie bei so vielen Sachen im Leben am Ende Geschmackssache. Fakt ist, dass ein zu weiches Fahrwerk sich auf den Bremsweg auch nicht gerade positiv auswirkt, da die Hinterachse, die zwar weniger bremst aber doch nicht zu verachten ist, so weiter ausgehoben wird. Hier gilt es, einen gesunden Mittelwert zu finden.  

Ich gebe dir so ziemlich in allen Punkten recht. Das mit dem "tief und hart" wollte ich nur mal erwähnt haben. Ich habe selbst als Kfz-Mechatroniker gearbeitet...da siehst du manchmal Sachen...man man man :D. Das wirst du ja selbst jetzt des Öfteren erleben :). Mittlerweile bin ich Ingenieur für Fahrzeugtechnik und teste Prototypen-Fahrzeuge. Leider nicht spezialisiert aufs Fahrwerk aber ein gewisses Wissen darüber habe ich auf Grund des Studiums schon.

Zum Thema KW / Bilstein oder allgemein Markenfahrwerke: Ich gehe einfach davon aus, dass mit dem doch relativ hohen Preis ein gewisser Entwicklungs- Erprobungsaufwand kompensiert werden soll der bei einem "Billgfahrwerk" ja entsprechend kleiner ausfallen müsste. Ist allerdings nur eine Vermutung. Ich selbst habe in meinem Fahrzeug das originale, geregelte DCC Fahrwerk von VW und finde es absolut Top. So richtig ausreizen wird man aber wohl kein Fahrwerk im öffentlichen Straßenverkehr. Hier gilt es wohl wirklich ein gesundes Mittelmaß zu finden.

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zum Thema Qualität:

Ich fahre in meinem 3ten KFZ ein KW Gewinde und mit mein erstes Autole dass ein KW Gewinde bekommen hat fährt heute noch 1a (kenne den Besitzer) ;-) Das sagt aber nicht viel aus.

Ein guter Kolleg der auch bisher immer KW in seinen Atos hatte hat bei seinem Neusten Auto sich ein Billstein einbauen lassen (noch etwas teurer als KW) und nach 3 maligem umbauen gab es immernoch Probleme (Knarzen/Poltern/ölaustritt), jetzt hat es Sich etwas Informiert und sich ein ST Fahrwerk einbauen lassen. die Ja eine "art" Tochterfirma von KW sind, und es läuft einwandfrei. Die Langlebigkeit muss sich aber noch beweisen ;-)

 

Die Härte eines Gewindefahrwerks ist ja nicht so einfach zu bestimmen, denn auch die Höhe die man einstellt und die Rad-Reifen-Kombination tragen ein wichtiges Stück dazu bei.

Auch hinzi kommt dass sich oft "Leihen" Fahrwerke einbauen lassen die Zug- und Druckstuffe usw einstellbar sind davon aber keine Ahnung haben also verschlimmbessern sie es oft, in diesem Fall wäre ein Standartgewindefahrwerk deutlich die bessere Wahl.

 

Man muss denke ich den Wunsch der Kunden sein Farhzeug und den Wunsch nach der Höhe betrachten um eine gute Wahl zu treffen, wenn man noch die Möglichkeit hat ein Auto zu fahren was das Fahrwerk seiner wahl in der gewünschten höhe verbaut hat ist es natürlich klasse um sich ein Bild davon zu machen.

 

Alles was Tüv relevant ist lasse  ich hier mal aussen vor das eine Eintragung als MUSS gesehen werden sollte.

Gruss

 

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Erstmal: super Thread! Auf jeden Fall sehr informativ.

Ich schwanke derzeit auch zwischen der Entscheidung Federn, Sportfahrwerk oder Gewindefahrwerk.

Dazu muss gesagt sein ich fahre einen Skoda Superb II mit derzeit 170 PS und irgendwann demnächst um die 200. Also weder ein sportliches Auto von der Anlage her, noch wird er jemals eine Rennstrecke sehen. Allerdings sitzt der Wagen mit Serienfahrwerk derart hoch, dass er, sobald es in Richtung 200 km/h geht, sehr schwammig fährt und grundsätzlich in Kurven zusehr einknickt.

Als Daily Driver und Reisefahrzeug sind der Tieferlegung dann doch praktische Grenzen gesetzt, weshalb ich etwas im Bereich 30 bis 40 mm anstrebe. Auch mit Zuladung und 4 Insassen sollte das Auto nicht am Bordstein kratzen.

Die Überlegung war erstmal Eibach Federn einzubauen, andererseits habe ich auch keine Lust in einem halben Jahr nochmal zu investieren, wenn ich es auch direkt machen kann.

Wer Tips für micht hat, immer her damit.

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@DasE Welche Rad-Reifen Kombi fährst Du?

Der Superb ist ja an sich schon ein "Schiff" da wird es schierig ihn so flott zu bekommen vom Fahrwerk her aber etwas straffer und kontrolierbarer auf der AB sollte gut gehen.

 

 

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@Rubberduck 225/40/R18 auf 7,5x18 bzw. ab nächster Woche 8x18 Felgen.

Straffer und kontrollierbarer ist auch das Ziel, zusätzlich natürlich noch ein bisschen Optik. Zum flott fahren ist es tatsächlich nicht das richtige Auto.

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Habe mal einen Kolleg gefragt (Fährt Skoda und seine Fam. ist da recht Dicke mit der Marke.

Also der Superb hat da seine Achiles Ferse, sein langer Radstand und das Gewicht macht ihn da nie gut ausbalanziert.

Eine recht gute lösung soll wohl sein Koni FSD Dämpfer und Eibach Pro Federn.

Er selber färht einen Octavia mit einem Eibach Sport FW und haqt ein Extra satz Reifen mit Semisliks für der Track und er ist begeistert, dabei it das Auto auch sein Alltags PempersBomber ;-)

Fon den Rädern sollte es so gut Funktionieren kannst ja noch etwas mit dem Druck spielen da ist oft das Schwammige bei hohen Gesch. versteckt.

 

Gruss

 

 

 

Edited by Rubberduck
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Danke für den Tip! Weißt Du vielleicht noch, bzw. dein Kollege, was der Vor- und Nachteil zwischen den Koni FSD und den Koni Sport Dämpfern ist?

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Hier sind einige sehr interessante Posts dabei. Tolle Idee mit dem Thread!

Da geb ich mal meinen Senf dazu, denn ein Thema kommt mir immer zu kurz - nämlich die Thematik des drumherum einstellens nach Einbau eines FW.

Wer einen halbwegs modernen Wagen sein eigen nennt und diesen dem Erdboden -aus welchen Gründen auch immer -näher bringen will, sollte sich zwangsläufig auch mit der Kalibrierung und Einstellung der elektronischen Helferlein beschäftigen. Dazu gehören u.a. Abstandsradarsysteme, Kameras, Lastzustandssensoren, Wanksensoren, Parkhilfen und nicht nur die Lichteinstellung. Letztere funktioniert seitens des Herstellers auch nur in einem bestimmten Fenster, welches im Rahmen einer Tieferlegung schon ausgereizt oder überschritten sein kann. Daher ist es sinnvoll, den Wagen zwingend vermessen und vor allem kallibrieren zu lassen! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies auch nicht jede Fachwerkstatt kann, daher sollte man sich im Vorfeld dazu erkundigen.

Wenn man sich den ein oder anderen Beipackzettel eines FW anschaut, so fehlt eben dieser Hinweis. Und der TÜV-Onkel meckert eher über fehlende 5mm Freigang am Koti, als dass er solch sicherheitsrelevanten Themen checkt.

Komplizierter wird es bei serienmäßigen Luftfederungen oder adaptiven Dämpfungen, wo dann zwingend über Programmieraufwand passende, neue Eckdaten eingepflegt werden müssen, nach einer Tieferlegung. Auch das vergessen einige Kirmes-Tuner gerne zu tätigen, geschweige denn ggü. dem Kunden zu erwähnen.

Kleiner Tipp: Finger weg von kürzeren Federn bei original verbleibenden DCC-Dämpfern! Auch wenn viele sagen, das Fahrverhalten sei super usw., im Grenzbereich ist es das definitiv nicht mehr. Feder-/Dämpferweg passen nicht mehr zueinander, elektronische Anpassungen (Programmierungen) finden nicht statt und die Langlebigkeit ist nicht gegeben. Der höhere Aufpreis eines Serien-DCC-FW ggü. dem Standard-FW resultiert nicht nur aus den verbauten elektronischen Bauteilen und Steuergeräten, sondern auch aus den deutlich höheren Entwicklungskosten.

 

Zu der von der TO angesprochenen Qualität eines KW-Fahrwerkes, möchte ich folgendes beitragen: Bislang war ich bei KW am besten aufgehoben, denn vom Fahrverhalten, der Einstellungsmöglichkeiten und ihrer Grundeinstellung her sind die FW top, doch auch ich habe inzwischen so einige leise Zweifel erfahren müssen. So gammeln die HLS-Zylinder nach einigen Tagen Wintereinsatzes an den Dämpferrohren fest, da nur letzgenannte aus V2A gefertigt sind. Dichtungen der aktuellen V3-FW mit Ausgleichsbehältern kommen an eben diesen ihrer Funktion nicht dauerhaft nach, ganz zu schweigen von den Problemen der DCC-Fahrwerke aus dem Hause KW. Was alleine da an Poltern, Knacken, zu biegenden Koppelstangen, zu kürzenden Niveaureglern usw. abgeht, ist traurig, zeigt aber auch einmal mehr die Komplexität der heutigen Fahrzeuggenerationen. Es ist eben das Konzept nicht mehr leicht von einem aufs andere Fahrzeug übertragbar, nicht mal innerhalb eines Baukastens eines Herstellers.

 

Um auf den Anfang des Threads zurück zu kommen, so steht aus meiner Sicht zunächst eine Betrachtung des Einsatzbereiches im Fokus. Will man nur tief bzw. wie tief, welche Straßenbeschaffenheit hat man im alltäglichen Einsatz, fährt man oft mit Zuladung, was empfindet man selbst als hart oder komfortabel, welche fahrerischen Ambitionen hegt man usw., bevor man überhaupt den Punkt des Budgets in Angriff nehmen sollte. Sinnvoll ist, sich über eine Community wie diese einen eigenen Eindruck zu verschaffen, beispielsweise den Waschkollegen mit einen H&R deep zu einer Probefahrt zu überreden, um im Anschluss zu wissen, dass dies der eigene Rücken auf Dauer vielleicht nicht mitmacht.

Auch kann man ggf. darüber etwas über die Erfahrungen zu den grundsätzlichen FW-Einstellungen erfahren. Hat der Kollege mit etwas mehr Sturz ein besseres Feeling erreicht, welche Werte sind in der Spurverstellung (Vor- und Nachlauf) angesetz worden, hat er ggf. andere Lager verbaut etc. Schon mit solch kleinen Eingriffen, kann auch ein günstiges FW ein besseres Ergebnis erzielen, sofern man sich damit beschäftigt und nicht nur stur einbaut, losfährt und dann unzufrieden ist.

Und nicht immer liegt es am FW, dass man es als unkomfortabel, fahrerisch bescheiden oder zickig empfindet. Oft sind es dann die angrenzenden Komponenten, wie Spurplatten, polternde Bremssättel oder Reifenquerschnitt, die ein negatives Ergebnis bescheren, was man viel zu eindimensional betrachtet dem FW zuschiebt.

Gruß

Lemmy

 

PS: @mariacuja_ " wie schnell einen das auch mal ne Stoßstange oder ne Ölwanne kosten kann ?" - wie schafft man das mit einem Vogtland, Eibach oder Billstein? Das sind doch Busfahrwerke. ??

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Danke fürs Ergänzen ???

Am 2. Juli 2017 um 16:59 schrieb Lemmy:

mariacuja_ " wie schnell einen das auch mal ne Stoßstange oder ne Ölwanne kosten kann ?" - wie schafft man das mit einem Vogtland, Eibach oder Billstein? Das sind doch Busfahrwerke. ??

Naja, da so ein Dreier von Natur aus schon ziemlich tief hängt, reichen 70 mm schon aus. Meine Mutter lass ich jetzt zumindest nicht mehr über die Dörfer fahren ?

Ich bin kein Freund davon, ein Auto ohne Sinn und Verstand auf den Boden zu schrauben. Das sieht meiner Meinung nach nicht mehr schön aus und es hat auch keinerlei Vorteile auf die fahreigenschaften. Ich fahre ohne Restgewinde und bin bei 70/50, das ist für mich tief genug. Über die Affen Samstags an der Tanke, die ne halbe Stunde für die kleine Bodenwelle brauchen und denen der Angstschweiß schon die Kimme runter läuft, kann ich nur lachen ?

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Ich stimme zu, teuer heißt nicht immer besser. Dennoch bin ich schwer in love mit KW, da gabs noch nie Probleme. Und da funktioniert die Zug-/Druckstufenverstellung auch nach längerer Zeit noch einwandfrei. Hab das mal bei einem Freund gesehen, der konnte nach einem Winter nichts mehr verstellen, weiß aber nicht, welches Fabrikat das war.

Meine persönliche Meinung ist übrigens: wenn schon umbauen, dann richtig. Also Fahrwerk komplett. Nicht nur Tieferlegungsfedern. Die Hersteller machen sich da schon Gedanken, damit ein Dämpfer zu den Parametern einer Feder (z.B. Stichwort Federkonstante D=F/Delta L) passt, da soll der Rest des technischen Systems, in dem Fall der Dämpfer mit Zug- und Druckstufenverstellung, natürlich fahrdynamisch in jedwedem möglichen Geschwindigkeitsbereich auch interagieren. Heißt nicht, dass mit einem bloßen Federntausch alles verloren ist, aber das optimierte Gesamtpaket ist eben ein als abgestimmtes System erhältliches Komplettfahrwerk.

Hier scheinen generell viele Gewindepiloten zu sein, ich mein ist eigentlich auch klar, wenn man den Aufwand beim Einbau eines Luftfahrwerks bedenkt. Und den Preis. Ich war da schon am Überlegen, aber mit dem AccuAir e-Level System inkl. Elektronik und Sensorik, Tank mit integrierter Ventilsteuerung, Flexleitungen und Balgdämpfern (egal ob H&Air, Airlift Performance, etc.) bist da halt schon einiges an Knete fürs Material los. Aber ja, vielleicht nächste Saison :P

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Noch kommt ein Airride nicht an ein Gewinde heran, was Fahrdynamik angeht. Dann kommt immer noch der Platzbedarf und der Lämpegel als negative Punkte hinzu. Aber da schreitet die Entwicklung voran. Der EndoCVT wurde ja bereits vorgestellt und wird letztgenanntes Problem deutlich minimieren.

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Ich hänge hier nun auch mal meine aktuellen Überlegungen an.Da meine hinteren Federn rosten und erneuert werden müssen liebäugle ich damit mir ein schönes Sportfahrwerk einbauen zu lassen.Ich habe einen Corsa D GSI und möchte etwas tiefer sowie ein schönes, angenehm straffes Fahrverhalten.

In Frage kommen für mich aktuell das H&R CupKit und das Vogtland Sportfahrwerk.

Was würdet ihr empfehlen? Beide kosten um die 360 Euro.

Haben schon welche Erfahrungen mit den CupKit gemacht?

Was muss man alles erneuern beim Einbau eines kompletten Fahrwerks?

Was darf der Einbau kosten?

Parksensoren sollten bei einer eher geringen Tieferlegung (30mm) kein Problem sein oder?

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